Fast Food Deluxe

Ich bin ja an sich nicht sehr mäkelig mit dem Essen, aber ein paar Sachen mag ich einfach nicht: Seien es Gemüsesorten wie Rosenkohl oder Tierinnereien oder den subjektiv empfundenen Geschmack "zu süß" und/oder "zu fettig". Ganz schlimm finde ich es auch, wenn Gemüse nicht mehr nach Gemüse schmeckt oder ein Essen irgendwie nur eine einzige Industriepampe ist und vor Fertigprodukten strotzt. Und bei Fleisch kann ich mich irgendwie auch nur mit einigen speziellen Teilen anfreunden. Man sieht ich bin weder wählerisch noch schwierig mit dem Essen.

Naja das erklärt zum Beispiel wieso ich seit mehreren Jahren nichts bei allseits bekannten Fast-Food-Ketten oder auch der Unimensa konsumiert habe ;)

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Da koch ich dann doch lieber selber und investiere einiges an Zeit für die Planung der täglichen Mittagessen, der Auswahl der Produkte, dem Einkaufen und letztendlich fürs vor- und zubereiten der Speisen. So hat man einerseits mehr Arbeit und weniger Bequemlichkeit aber andererseits auch eine Kontrolle und einen besseren Einblick in die Qualität und "Natürlichkeit" der Produkte. Immerhin haben wir unseren Körper nur einmal und können ihn nicht wie Taschen oder Schuhe täglich wechseln, daher spielt für mich eine gesunde und ausgewogene Ernährung eine große Rolle um ihm etwas gutes zu tun und lange fit, agil und möglichst gesund zu bleiben. Wie sagt man doch so schön : "Man ist was man isst!"

Aber selbst in unserer Küche dürfen sich auch mal kleine Sünden einschleichen - manchmal kommt die Sündigkeit zur vollen Entfaltung und manchmal darf sie nur etwas aufblühen und muss mit Substitutionen hier und da zurecht kommen.

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Dieses mal gab es bei uns Burger, aber nicht irgendwelche.
Nein.
Burger Deluxe!

Burger Buns und Patties kaufen kann jeder, hab ich mir gedacht, und so habe ich die Buns selbst gebacken und den Lieblingsfreund aus Hackfleisch vom Metzger Patties machen lassen. Etwas frischen Salat, verschiedenen Käse, Gurken, angebratene Zwiebelchen, körnigen Senf und Tomaten und -tada- schon hat man mega leckere, selbst gemachte Burger, von denen selbst ein Fliegengewicht wie ich einige schafft.
Sie waren auch einfach zu gut , als dass man widerstehen könnte :)

alt

Von den Buns war ich doch sehr überrascht: Hat mich der Teig mit seiner anfänglichen Klebrigkeit doch sehr, sehr geärgert und hab ich sowohl das Einpinseln vor dem Backen mit Milch, als auch das Bestreuen mit Sesam komplett vergessen, so war das Endergebnis überzeugend. Schön weich und fluffig und genau so wie Buns sein sollten.

Am Ende war auch der Burgerkenner in unserem Haushalt überaus zufrieden ;)

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Burger-Buns

für ca. 11 Stück

ca 750g Mehl
1 Ei
1 TL Salz
1 TL Zucker
1 Päckchen Trockenhefe
325ml lauwarmes Wasser
25g Honig
35g Sonnenblumenöl
etwas Milch und Sesam (zum bestreichen und bestreuen)

  1. Mehl, Salz, Zucker und Trockenhefe gut miteinander vermischen.

  2. Lauwarmes Wasser, Ei, Honig und Öl hinzugeben.

  3. Zuerst mit einem Löffel alles vermengen und dann mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Eventuell mehr Mehl hinzufügen, wenn der Teig minimal klebrig ist, dann passt es auch.

  4. Teig abdecken und für 30 Minuten gehen lassen.

  5. Nochmal durchkneten und (bei Bedarf mit bemehlten Händen) in Portionen teilen, jedes Stück rund formen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech nicht zu dicht aneinander legen.

  6. Erneut abgedeckt gehen lassen, bis sich das Volumen sichtlich vergrößert hat.

  7. Backofen auf 220 Grad Umluft vorheizen.

  8. Buns mit etwas Milch bestreichen und mit Sesam oder ähnlichem bestreuen.

  9. Buns bis zur gewünschten Bräune (bei uns waren es ca 10 Minuten) backen.

  10. Rausholen, etwas abkühlen lassen und noch warm als Burger belegt genießen.

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