Gesund und lecker: Burger

Klingt in den meisten Ohren nach einem Widerspruch, oder?
Doch nicht so bei uns. Ein Burgerfestmahl kann auch aus gesunden Zutaten bestehen und glücklich und zufrieden machen.

Die offizielle Erlaubnis meine Zaubereien Burger und Pommes nennen zu dürfen, habe ich mir sogar von höchster Burger-Pommes-Bezeichnungs-Genehmigungsstelle abgeholt (Danke Chris :D), sodass ich euch heute die Rezepte zu den einzelnen Komponenten des "Fast-Food-Festes ohne Reue" präsentieren kann ;)

Aber fangen wir von vorne an:
Burger verdienen für mich die Bezeichnung Burger, wenn ein fluffiges Brötchen, ein saftiges Pattie, dann noch viel Salat und anderes Gemüse zusammenkommen und zu einem "belegten Brötchen" gestapelt sind. Ach ja und irgendwo muss auch noch Käse dabei sein und eine Soße bzw. Dip darf auch nicht fehlen, damit die ganze Sache nicht zu trocken und fad schmeckt. Und das wichtigste: Natürlich darf beim Essen nicht alles zusammenhalten, sondern das Verspeisen muss unbedingt ein kleiner Fleckenvermeidungswettbewerb sein ;)
Burger sind eben einfach Soulfood, wo auch mal Tischmanieren und Etikette kurz beiseite gelegt werden dürfen.

So weit so gut. Mein Veggie-Burger hat für mich alle diese Dinge erfüllt. Das Zubereiten mit dem Lieblingsjungen hat mega Spaß gemacht und auch unser Candle-Light-Burger-Dinner war äußerst charmant :)

Doch kommen wir zu dem Star des Abends - der unbeschreiblich gute Veggie-Burger mit einer überraschenden Beilage.

Die Burger Buns wurden nach alt bewährtem Rezept gebacken. Dabei gab es allerdings eine wichtige Änderung: Um böses weißes Mehl zu reduzieren, habe ich den Teig mit 2/3 Vollkornmehl und 1/3 Mehl Type 405 angesetzt. War mega lecker und hat wunderbar mit den Patties harmoniert, da es sich geschmacklich nicht versteckt hat sondern Präsenz gezeigt hat und ein wenig derber ist, als ein normales weißes Brötchen. Auch Nährstofftechnisch sind die Vollkornbuns um einiges besser als die ursprüngliche Variante.
Das gesamte Mehl aus dem Rezept durch Vollkorn zu ersetzen, würde ich nicht machen, einerseits aus Fluffigkeitsgründen und andererseits möchten Burgerliebhaber ja eher nicht unbedingt das Gefühl haben mit Vollwertgedöns beschissen zu werden ;)

Die Patties - oh die Patties! Sooooooo lecker :))) Bestanden sie aus der perfekten Symbiose zwischen Zucchini, Süßkartoffeln und Feta! Ein paar tolle Gewürze und Haferflocken durften auch noch mitspielen, aber alles in allem war es ein Traum von einem Burgerpattie. Saftig, würzig und mega lecker.

Dann fehlten nur noch die restlichen Beläge. Ein bisschen Kopfsalat, selbsteingelegte Gewürzgurken von der Mama, Tomaten und karamellisierte Zwiebeln. Statt Majo und Ketchup kam selbstgemachter Humus noch mit auf den Burger.

Und der krönende Abschluss waren die Beilagengäste. Es gab schlicht und einfach Pommes. Um genau zu sein: Polentapommes! Ja richtig gelesen.

Pommes. Aus. Polenta.

Fix angerührt, mit Gewürzen und Kräutern verfeinert, gut abkühlen lassen und zurechtgeschnitten, am Ende noch fix in den Ofen und schon hatten wir die perfekte Beilage zu unseren super Veggie-Burgern :) Gedippt in Ketchup, norwegischem süßen Senf und selbstgerechtem Rhabarberchutney haben sie unser Mahl super abgerundet.

Doch kommen wir nun zu den einzelnen Rezeptkomponenten; die Buns wurden schon an anderer Stelle verbloggt. Wie gesagt, beim Mehl 2/3 der Menge durch Vollkornmehl ersetzen und sonst bleibt alles wie aufgeführt.
Auch das Rhabarberchutney hat bereits seinen Weg auf meinen Blog gefunden.
Bleiben nur noch die fabelhaften Patties, das weltbeste Humus und die wunderbaren Polentapommes. Dabei empfiehlt es sich die Polentapommes und das Humus im Voraus zuzubereiten und die Patties zu braten während oder nachdem die Burger Buns im Ofen sind bzw. waren.
Gemüsebelag für den Burger ist frei wählbar und sollte nach eigenem Gusto zusammengestellt und in die passende Größe gebracht werden, die Rezeptangaben sind somit nur als Vorschlag anzusehen ;)

Süßkartoffel-Zucchini-Feta-Patties

für 5 Stück

380g Süßkartoffel
1 Zucchini
100g Feta
50g Haferflocken
2 EL Schnittlauchröllchen
1 EL gehackte Petersilie
Kreuzkümmel
Salz, Pfeffer
Olivenöl
evtl. Semmelbrösel und mehr Haferflocken

  1. Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

  2. Die Süßkartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden.

  3. Nebeneinander auf dem Blech verteilen und und 15 Minuten im Ofen backen.

  4. Währenddessen die Zucchini waschen, grob reiben und gut ausgedrückt in eine größere Schüssel geben.

  5. Den Feta zerkrümeln und zur Zucchini zugeben.

  6. Die gebackenen Kartoffeln pürieren oder mit einer Gabel zu Mus zerdrücken, dieses mit in die Schüssel geben.

  7. Nun noch Haferflocken und die Gewürze dazu und die Masse verkneten, sodass sich daraus Burger formen lassen.

  8. Falls die Masse zu weich ist, eventuell etwas Semmelbrösel hinzufügen um einen kompakteren Teig zu bekommen.

  9. Aus der Masse fünf Patties formen.
    Falls man eine Panade möchte, die Patties in zusätzlichen Haferflocken wälzen, sodass sie allseits paniert sind.
    Kleiner Tipp: Panade lohnt sich in dem Fall, damit alles ein bisschen besser zusammenhält beim braten. Bei uns gabs bloß keine aus Zeit- und Hungergründen ;)

  10. Olivenöl in einer Teflonpfanne erhitzen und die Patties darin bei mittlerer Hitze von beiden Seiten jeweils 3-5 Minuten braten.

Humus

für ca. 150g Humus (Menge ist mehr als für 5 Burger benötigt, Rest einfach zu anderen Gelegenheiten vernaschen)

70g getrocknete Kichererbsen (über Nacht eingeweicht) oder alternativ 140g aus der Dose
1 Knoblauchzehe
Saft einer viertel Zitrone
1,5 TL Tahin (Sesampaste)
2 EL Kochsahne
ca. 50 ml Wasser
Cayennepfeffer
Salz, Pfeffer

  1. Über Nacht eingeweichte Kichererbsen ca. 20-30 Minuten auf mittlerer Hitze weich kochen.

  2. Knoblauchzehe schälen und in ein Gefäß geben, in dem später alles püriert werden kann.

  3. Die gekochten Kichererbsen abtropfen lassen und dazugeben.

  4. Zitronensaft, Kochsahne und etwas Wasser in das Gefäß hinzufügen und alles fein pürieren.

  5. Falls das Humus zu fest ist, mehr Wasser oder Kochsahne untermischen.

  6. Die Gewürze hinzufügen, alles miteinander vermischen und gut abschmecken.

Weltbester Veggie-Burger

für 5 Burger

5 Vollkorn-Burger Buns
5 Süßkartoffel-Zucchini-Feta-Patties
Humus
2 Tomaten
1 Gewürzgurke
5-8 Kopfsalatblätter
1 Zwiebel
0,5 EL Zucker
Öl

  1. Für die karamellisierten Zwiebeln die Zwiebel schälen und in Halbringe schneiden.

  2. In einer Pfanne etwas Öl heiß werden lassen, Zwiebel und Zucker hinzufügen, gut vermischen und bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren anbraten.

  3. Salatblätter waschen, trocken schleudern und gegebenenfalls halbieren.

  4. Tomaten waschen, Strunk entfernen und ebenso wie die Gewürzgurke in Scheiben schneiden.

  5. Burger Buns aufschneiden und Ober- und Unterseite mit Humus bestreichen.

  6. Jeweils ein Pattie darauflegen und dann weiter belegen mit Salat, Tomate, Gurke, Zwiebel oder/und was einem sonst noch einfällt.

  7. Das Bundeckelchen oben drauf legen und den Burger genießen.

Polentapommes

für 3-4 Personen als Beilage

200g Polenta
600ml Gemüsebrüh
4 getrocknete Tomaten
Rosmarin
Thymian
Majoran

  1. Getrocknete Tomaten fein klein schneiden.

  2. Gemüsebrüh aufkochen lassen.

  3. Polenta langsam einrieseln lassen und 5-10 Minuten zu einem mittelfesten Brei kochen, dabei immer Rühren und eventuell Wasser hinzufügen.

  4. Getrocknete Tomaten und Kräuter gegen Ende hinzufügen und untermischen.

  5. Die Polentamasse auf ein mit Backpapier belegtes Blech streichen.

  6. Komplett auskühlen lassen und dann in Stäbchen schneiden.

  7. Die Stäbchen etwas auseinander legen.

  8. Vor dem Servieren die Pommes entweder in einer Pfanne mit etwas Öl von allen Seiten anbraten oder für 5 Minuten in den heißen Backofen (220 Grad Umluft; kann somit mit zu den Burger Buns in den Ofen gegeben werden) geben.

  9. Zu den Burgern servieren.

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