Hefezopf+Rhabarber=Liebe

Was gibt es schöneres als endlich mal wieder Zeit zu haben und angedachte Küchenexperimente angehen zu können?

Nachdem ich gestern meine vorerst letzte Klausur für die nächsten Monate hinter mich gebracht habe, habe ich mich danach gleich in die Küche gestellt und die lernfreie Zeit mit einer Back- und Kochaktion eingeleitet.

Der Lieblingsfreund und ich mögen selbst gebackenen fluffigen Hefezopf wirklich gern, egal ob als kleines Naschzeug für Zwischendurch oder zum süßen Frühstück. Von daher stand Hefezopf schon länger wieder auf der Liste und das gut bewährte Rezept dafür wurde wieder herausgekramt.
Allerdings sollte es diesmal nicht ein 08/15-Hefezopf werden - neeeiiiin - ein lecker gefüllter sollte es sein.

Da ich Rhabarber über alles mag, muss die Saison gut ausgenutzt werden und so entschied ich mich für eine Rhabarberfüllung kombiniert mit Vanille und Quark. Direkt nach den anschneiden war klar: extrem lecker und süchtig machend.

Komischerweise war der Zopf nämlich, nachdem er ein paar Stunden allein in der Küche zubringen musste, nur noch ein Zöpfchen und der Lieblingsfreund hat sich durch sein Honigkuchenpferdgrinsen sogleich als der Verputzer verraten. Dabei mag er Rhabarber eigentlich nicht.
Zum Glück haben sich einige Scheiben retten können, sodass ich ein sonniges Frühstück mit einem oder auch ein paar mehr Stücken Rhabarberhefezopf genießen konnte :)

Hefezopf mit Rhabarber-Vanille-Quark-Füllung

für den Teig:
500g Mehl
1 Päckchen Trockenhefe
1 gehäufter TL Salz
55g Zucker
60g weiche Butter
250ml lauwarme Milch
1 Ei
etwas Zitronenabrieb oder -aroma

für die Füllung:
250g Magerquark
600g Rhabarber (ungeschält)
100g Zucker
3 Päckchen Vanillezucker
etwas Vanillearoma oder Mark einer Vanilleschote

  1. Mehl mit der Trockenhefe und dem Salz vermischen.

  2. Butter und Zitronenabrieb/-aroma hinzufügen und ein wenig verkneten.

  3. Anschließend Zucker, Ei und Milch hinzufügen und alles ca 10 Minuten zu einem geschmeidigen Hefeteig verkneten, der sich gut vom Schüsselrand löst. Je nach Konsistenz muss man eventuell noch etwas Mehl oder Wasser untergeknetet werden.

  4. Den Teig abgedeckt nun mindestens 1-2 Stunden ruhen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat.

  5. Während der Teig ruht den Rhabarber schälen, unschöne Stellen wegschneiden und den Rhabarber anschließend in feine Stücke schneiden, damit man den Zopf gut rollen kann.

  6. Die Rhabarberstücke in einer Schüssel mit dem Zucker vermischen und ungefähr 45 Minuten ziehen lassen.

  7. Den Quark mit dem Vanillezucker und dem Vanillearoma/-mark vermischen und bis zum Gebrauch in den Kühlschrank stellen.

  8. Nach dem Ruhen den Teig nochmal kräftig durchkneten und auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem 1-1,5 cm dicken Rechteck ausrollen.

  9. Die Flüssigkeit vom Rhabarber abschütten und mit der Quarkmischung gut vermischen.

  10. Die Masse auf den ausgerollten Teig verteilen, die Ränder ein wenig einschlagen und den Teig von der langen Seite her möglichst fest aufrollen.

  11. Entweder die Rolle nun in eine gefettete Backform legen oder vorsichtig in der Mitte durchschneiden und die Stränge möglichst fest umeinander wickeln, sodass ein "Zopf" entsteht, und diesen anschließend auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.

  12. Nochmal 30 Minuten warten und den Zopf ruhen lassen, bis sich sein Volumen deutlich vergrößert hat.

  13. Den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und den Zopf für 35-45 Minuten backen.

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