Risotto mal anders...

Normalerweise ist Risotto ein sämiges, breiartiges Gericht aus Reis, welches mit wundervollen Sachen wie Wein und Parmesam veredelt wird. Bei den sonstigen Bestandteilen, wie zum Beispiel Gemüse oder Käse, sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt und so gibt es unendlich viele Variationen dieses italienischen Gerichts.

In unserem Haushalt ist Risotto eine gern gesehene Mahlzeit und wird auch relativ oft in unterschiedlichen Versionen auf den Tisch gebracht - ein großer Pluspunkt ist nebem dem total leckeren Geschmack und der Möglichkeit alles, was gerade zur Hand ist, zu integrieren die einfache Tatsache, dass zum Kochen geschirrtechnisch (meistens) nur ein Topf, ein Messer und ein Schneidebrett gebraucht werden - das ist in einem Studentenhaushalt ohne Spülmaschine wirklich ein Argument ;)

Da ich Fleisch nicht so sehr mag und es daher nicht so oft auf dem Speiseplan steht, war es mir wichtig, dass wir bei den Beilagen eine große Bandbreite zur Auswahl haben und auch ausnutzen. So gibt es anstatt Nudeln, Reis und Kartoffeln oft auch Bulgur, Hirse, Couscous, Ebly, allerlei chinesische Nudeln, Orzo und und und...

Um beim traditionellen Risotto diese Beilagenbandbreite auch auszunutzen und nicht nur bei den Nebenakteuren zu variieren, wurde heute der Reis durch Perlgraupen ersetzt. Dazu gesellten sich Hokkaidokürbis, einige Walnüsse und Sonnenblumenkerne, wodurch das Risotto einen wunderbar nussigen Touch bekommt und einen sehr harmonischen Eindruck hinterlässt - vom Endergebnis waren wir auf jeden Fall begeistert.

Unser Fazit : Graupen sind bestens geeignet um ein herrlich sämiges, super leckeres Risotto auf den Tisch zu bringen :)

Nussiges Kürbis-Graupen-Risotto

für 2 Personen:

130g Perlgraupen (mittelfein)
370ml Gemüsebrühe (am besten heiß bzw. warm)
100ml Weißwein (halbtrocken)
1 mittelgroße Zwiebel
250g Hokkaidokürbis
40g Walnüsse
15g Sonnenblumenkerne
Petersilie
100g Parmesan
15g Butter
Salz, Pfeffer

  1. Zuerst die Zwiebel schälen und in kleine Würfel schneiden.

  2. Den Kürbis entkernt und ungeschält, die Schale ist beim Hokkaido nämlich essbar, ebenfalls in kleine Stücke schneiden.
    (Übrigen Kürbis kann man problemlos in grobe Stücke geschnitten einfrieren; diesesmal habe ich etwas von unserem eingefrorenen Vorrat für das Risotto benutzt ;) )

  3. Etwas Butter in einem Topf schmelzen und die Zwiebel- und Kürbiswürfel kurz anschwitzen.

  4. Die Graupen dazu geben und nochmals alles kurz anschwitzen.

  5. Mit dem gesamten Weißwein ablöschen und diesen bei mittlerer Hitze ein wenig verkochen lassen.

  6. Nun nach und nach immer wieder etwas von der Gemüsebrüh dazugeben, sodass alles knapp bedeckt ist, und diese bei mittlerer Hitze fast ganz einkochen lassen bevor man eine weitere Ration Brüh hinzufügt. Solange damit fortfahren bis die Graupen bissfest sind und das Risotto eine cremige Konsistenz aufweist. Das kann zwischen 15 bis 25 Minuten dauern.
    Dabei immer gut umrühren und die Körner vom Rand und Topfboden schaben, damit nichts anbrennt.

  7. In der Zwischenzeit die Walnüsse zerkleinern und zusammen mit den Sonnenblumenkernen in eine beschichtete Pfanne ohne Öl anrösten, dann bis zum anrichten beiseite stellen.

  8. Kurz vor Ende der Kochzeit des Risottos nach Geschmack einiges an Petersilie und etwas Salz und Pfeffer hinzufügen und gut unterrühren.

  9. Hat das Risotto die gewünschte Konsistenz erreicht fügt man die Butter und geriebenen Parmesan hinzu, vermischt es gut mit dem Risotto und lässt es 1-2 Minuten bei abgeschalteter Herdplatte durch ziehen.

  10. Das Risotto auf Tellern anrichten und mit den Nüssen, Kernen und etwas Petersilie bestreut servieren.

  11. Dazu passt ein Gläschen von dem zum Kochen benutzten Wein ;)

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