Schokolade geht immer...

...in der Nachspeise, einfach so, zum trinken, aber auch in der Vorspeise und im Hauptgang.

Als wahrer Schokoholic weiß ich da sehr gut Bescheid und da besondre Menschen besondere Dinge verdient haben, gab es für den Lieblingsfreund ein 3-Gänge Schoko-Menü.

Jawohl, Schokolade in Vor-, Haupt- und Nachspeise und wir beide waren im Paradies. Sooooo lecker :))

Mit dem Lieblingsfreund an meiner Seite bin ich wahrhaft der glücklichste Mensch auf der Welt und würde ihn nie mehr hergeben. Jeder Tag zusammen ist ein wunderbares Geschenk, das ich in vollen Zügen genieße.

Als Überraschung für den Liebsten, habe ich mir schon vor längerem vorgenommen ihm ein besonderes Menü auf den Tisch zu zaubern und da wir zwei Süße sind, kam mir schnell Schokolade in den Sinn. Auch die anderen Zutaten waren alles Dinge, die wir beide sehr mögen und die auf den ersten Blick nicht unbedingt zu Schokolade passen: Ziegenkäse, Cranberries, viel frisches Obst, Nudelteig, getrocknete Tomaten, Mozzarella, viele Gewürze/Kräuter und Parmesan.

Inspiration und Ideen habe ich mir vor einiger Zeit schon im Internet und diversen Kochbüchern gesucht und nach ein paar Überlegungen haben es diese drei Gerichte auf den Tisch geschafft:
Zur Vorspeise gab es gebackenen Ziegenkäse mit Cranberry-Schoko-Dip und selbstgebackenen Kräuterbrötchen. Den Hauptgang bildeten Ravioli mit Tomaten-Schoko-Mozarella-Füllung an einem leichten Paprika-Tomaten-Salat. Zu guter Letzt gab es dann noch Schokoladenpudding gewürzt mit Garam Masala und Chili mit einer Schokoravioli gefüllt mit Pflaume und Schokolade und dazu einen bunten Obstsalat.
Natürlich habe ich alles selber zubereitet und der Lieblingsfreund hat Bauklötze gestaunt und sich seeeeehr gefreut - Worte wie "Bombastisch!", "Soo geil!", "Krass, des hätte ich so nicht erwartet. Ich mein, wer ist so verrückt und steckt Schokolade und Mozzarella in eine Nudel?!" sind gefallen :)

Alles war mega lecker und wir danach sehr satt und zufrieden. Die Ravioli sind etwas besonderes und gut geeignet, wenn man einmal angeben und jemanden überraschen will. Mit einer Schokoravioli wird auch ein einfacher Schokopudding zu etwas extravagantem. Der gebackene Ziegenkäse mit dem Dip ist zwar sehr einfach, aber die außergewöhnliche, harmonische Kombination und dazu frische Brötchen hauen einen einfach weg.

Als Rezept stelle ich euch heute die Ravioli vor, welche zwar etwas aufwändiger in der Zubereitung sind, aber der Aufwand lohnt sich wirklich. Im Vergleich zu gekauften fertigen Ravioli schmecken die selbstgemachten viel aromatischer und besser und es sind Füllungen nach jedem Geschmack möglich, z.B. eine Süßkartoffelfüllung wie hier bereits vorgestellt. Zur Schokolade gesellten sich getrocknete Tomaten, Mozzarella und ein paar Kräuter und Gewürze und wurden so zu einer schmackhaften Füllung. Am Ende etwas Parmesan und gutes Olivenöl auf die fertigen Ravioli und nichts kann mehr schiefgehen ;)

Schoko-Mozarella-Tomaten-Ravioli

für 2 Personen

für den Teig:
150g Mehl (Type 405)
50g Weichweizengrieß
2 Eier
1 TL Olivenöl
1 Prise Salz

für die Füllung:
10 getrocknete Tomaten
1 Mozarella
30g Schokolade (70%)
Basilikum
Chili
Salz

außerdem:
1 Eiweiß
Parmesan
Olivenöl
Pfeffer

  1. Zuerst den Teig herstellen. Dazu Mehl, Grieß und Salz vermischen, dann eine Mulde hineindrücken und dahinein die Eier, Öl und 1,5-2 EL Wasser geben.

  2. Mit den Händen zu einem geschmeidigen, glatten Teig verkneten, mit dem man die Schüsselwand "putzen" kann. Hat der Teig die richtige Konsistenz, dann knetet man diesen auf der Arbeitsfläche noch etwas weiter, bis er elastisch ist.

  3. Den Teig gut in Frischhaltefolie einwickeln und 1 Stunde bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

  4. Währenddessen die Füllung vorbereiten. Dazu die getrockneten Tomaten für ca. 1 Stunde in kochendem Wasser quellen lassen.

  5. Dann Schokolade, Mozzarella, Basilikum und die Tomaten fein hacken und in einer Schüssel vermengen. die Masse mit Salz und Chili würzen.

  6. Teig in zwei Portionen teilen und eine Hälfte wieder in Frischhaltefolie einwickeln, damit der Teig nicht austrocknet.

  7. Die nicht eingewickelte Teighälfte auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem Quadrat von ca. 30x30 cm ausrollen und dann 9 Quadrate (ca. 10x10 cm) herausschneiden.

  8. In die Mitte von jedem Quadrat etwas von der Füllung setzen.

  9. Teigränder rundherum mit Eiweiß bestreichen und die Quadrate zu Dreiecken umklappen, dabei die Ränder gut zusammendrücken. Bei Bedarf kann man die Ränder noch mit einer Gabel verzieren.

  10. Die fertigen Ravioli zur Seite legen und mit etwas Frischhaltefolie abdecken. Mit der anderen Teighälfte ebenso verfahren um 9 weitere Ravioli zu erhalten.

  11. Leicht gesalzenes Wasser in einem großen Topf aufkochen und in zwei Durchgängen jeweils 9 Ravioli für 4-5 Minuten bei schwacher Hitze darin garziehen lassen.

  12. Die fertig gekochten Ravioli mit einer Schaumkelle herausheben und gut abtrogfen lassen.

  13. Ravioli auf Tellern anrichten, mit etwas Olivenöl beträufeln und mit geriebenem Parmesan, gehacktem Basilikum und Pfeffer bestreuen.

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