Sie sind wieder da: Spargel und Rhabarber

Hach und wie ich mich drüber freue, dass meine zwei liebsten Frühlingsboten endlich wieder für ein paar Wochen erhältlich sind :)

Als ich den ersten Rhabarber im Laden entdeckt habe, bin ich strahlend wie ein Honigkuchenpferd nachhause gekommen und habe dem Lieblingsfreund verkündet, dass es die nächsten Wochen viel davon geben wird und er sich mit dem Gedanken wohl oder übel abfinden muss - dabei bin ich quietschend, lachend und singend durch die Wohnung gehüpft. Denn so lieb mir Spargel und Rhabarber sind, genauso mag er diese beiden wunderbaren Sachen überhaupt nicht :D
Gesagt, getan und so erbeutete ich einige Tage später 1,5kg der linken Stangen und verarbeitete sie zu Sirup, Marmelade (mit Bananen und verschiedenen Beeren -> mega lecker ;) ) und Chutney.

Jaja das Chutney... Spätestens da wusste der Lieblingsfreund, dass er dem Spargel nun auch nicht mehr lange entkommt. Denn letztes Jahr haben wir ein richtig tolles, aromatisches Rezept entdeckt in dem zu Spargel in Fetacreme ein Rhabarberchutney gereicht wird und nun darf es in der Spargelzeit gerne ein oder auch mehrmals auf den Tisch kommen, denn auch wenn der Lieblingsfeind weder Spargel noch Rhabarber mag, dieses Gericht schmeckt ihm dann doch :)

Dazu gab es bei uns Kabeljau in Quinoakruste und er war mega lecker, besonders aufgrund der etwas anderen Panade und die perfekte Ergänzung, die alles nochmal abgerundet hat und den Stars, Rhabarber und Spargel, nicht die Show gestohlen hat, wobei er aber auch nicht untergegangen ist.

Das Chutney im folgenden Rezept ergibt zwei Marmeladegläser, also mehr als man für ein Essen braucht. Nun kann man die Mengenangaben reduzieren und weniger Chutney kochen oder man kocht das Gericht einige Male und braucht das Chutney so auf oder man verwendet es anderweitig: zu Fleisch (z.B. Huhn) oder Fisch als Dip/Soße, in Kombination mit Käse auf einer Käseplatte oder einem Käsebrot, zu Nudeln/Couscous/Ebly/Reis/etc. mit anderen Zutaten untergemischt oder ganz einfach pur aus dem Glas genascht ;)

Spargel in Fetacreme mit Rhabarberchutney und Kabeljau in Quinoakruste

für 2 Personen

für den Spargel:
500g weißer Spargel
1 EL Butter
1 EL Olivenöl
100g Feta
Rosmarin
Salz, Pfeffer

für das Rhabarberchutney:
3 Zwiebeln
500g Rhabarber
4 EL Olivenöl
1 EL körniger Senf
100g Honig
100ml dunkler Balsamicoessig
Chili
Salz, Pfeffer

für den Kabeljau:
2 Kabeljaufilets
Saft einer halben Limette
1 Ei
30-60g Quinoa
Olivenöl
Thymian
Salz, Pfeffer

Zubereitung des Spargels:

  1. Spargel waschen, schälen und die holzigen Enden abschneiden.

  2. Spargelstangen schräg in mundgerechte Stücke schneiden.

  3. Öl und Butter in einer Pfanne erhitzen und die Spargelstücke darin bei mittlerer Hitze ca. 10 Minuten unter Rühren braten.

  4. Etwas Rosamrin, Salz und Pfeffer dazugeben, den Feta hineinbröckeln und alles zusammen weitere ca. 5 Minuten braten.

Zubereitung des Chutneys:

  1. Zwiebeln schälen und fein hacken, Rhabarber schälen und fein würfeln.

  2. Öl in einem Topf erhitzen und Zwiebel, Chili, Senf und Rhabarber darin andünsten.

  3. Anschließend den Honig hinzugeben und gut unterrühren.

  4. Mit dem Essig ablöschen, aufkochen lassen und bei schwacher Hitze ca. 30 Minuten köcheln lassen.

  5. Das Chutney mit Salz und Pfeffer abschmecken und entweder sofort servieren oder in sterilisierte Marmeladegläser füllen, gut verschließen und 5 Minuten auf den Kopf stellen. Anschließend im Kühlschrank lagern.

Zubereitung des Kabeljau:

  1. Die Filets waschen und trockentupfen und von beiden Seiten mit dem Limettensaft beträufeln.

  2. Das Ei in einem tiefen Teller verquirlen und Quinoa mit etwas Thymian vermischt in einem weiteren tiefen Teller daneben stellen.

  3. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen.

  4. Die Filets nun zuerst durch das Ei ziehen und dann durch die Quinoa-Thymian-Mischung, dabei die Panade etwas andrücken.

  5. Die panierten Fischfilets nun je nach Dicke 6-10 Minuten von jeder Seite anbraten, beim Wenden behutsam vorgehen damit die Panade intakt bleibt ;)

Servieren:

  1. Die Spargel-Feta-Mischung auf zwei Tellern verteilen, daneben je ein gebratenes Fischfilet geben und das Rhabarberchutney als Dip separat auf den Tellern platzieren.

  2. Den Fisch nun eventuell nochmals mit Limettensaft beträufeln und das Essen in allen Zügen genießen.

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